Archiv der Kategorie 'Fachschaftsräume'

Zum aktuellen Stand studentischer Räume im neuen Gebäude

Beim letzten Umzugs-Jour fixe der Fachbereiche ging es speziell um die Situation studentischer Räume – statt Zugeständnissen wird die Situation jedoch immer schlimmer.

Ein Eltern-Kind-Raum war zwar ursprünglich im neuen PEG1-Gebäude geplant, in der aktuellen Planung flog der Raum jedoch raus.
Zurzeit gibt es einen Eltern-Kind-Raum im Turm. Zu diesem haben Eltern mit ihren Kindern jederzeit Zutritt, sie können sich eine hinterlegten Schlüssel abholen. Der Raum wird stark genutzt.
Seitdem Gespräch am 19.12.2012 soll angeblich geschaut werden, ob so ein Raum eventuell Platz im IG-Farben-Haus findet – bisher jedoch ohne Ergebnid. Auf dem IG-Farben-Campus gibt es so einen Raum bisher nicht.

Das TuCa findet auch weiterhin keinen Platz im neuen Gebäude.
Das TuCa ist ein studentisch verwaltetes Café. Neben günstigem Kaffee und Mate und kann der Raum zur jeder Tages- und Nachtzeit genutzt werden – zum Treffen, Lernen und Entspannen. Das TuCa entstand ursprünglich in Folge einer Besetzung der Cafeteria im Turm. Als Ersatzraum wurde der des heutigen TuCas ausgehandelt, offiziell gehört dieser zur Fachschaft 04.
Einen Raum für’s TuCa zu bekommen erweist sich als besonders schwer. Mit dem TuCa-Kollektiv erhebt eine inoffizielle studentische Gruppe Anspruch und noch dazu an keinen bestimmten Fachbereich, was es noch schwerer macht eine sich zuständig fühlende Stelle zu erwischen. Noch dazu ist das TuCa keine Serviceeinrichtung, die sich gut verkaufen ließe. Auf dem Jour fixe bzw. danach hieß es sogar von einigen Seiten es mache Mitarbeiter*innen unruhig, wenn Studierende nun trotz Raumknappheit ein Café bekämen (obwohl das TuCa von allen Statusgruppen genutzt wird und werden kann) und das bisherige TuCa sei durch seine Unangepasstheit aufgefallen.
Selbst bei einer Ermöglichung eines Raums im PEG-Gebäude bleibt die große Frage unter welchen Umständen dies geschehen wird. So fiel in der Diskussion, dass sich in dem Raum dann jedoch alle studentische Rauminteressen vereinigen und damit abgegolten sein sollen. Zudem müsse in diesem selbstverwalteten Raum gewisse Regeln herrschen wie für das restliche Gebäude (genannte wurde z.B. das Rauchverbot, Sprüchen an den Wänden, Übernachtungen), sonst „sei der Raum ganz schnell wieder zu“, was eher für eine Duldung spricht. Außerdem soll der Raum in dem Vorschlag auch dazu dienen die Studierendenschaft zur Umgang mit dem Gebäude „in Verantwortung zu nehmen“. Wie auch immer das bei einer solch großen und heterogenen Maße aussehen und funktionieren soll.

Die Fachschaften kommen alle zwar räumlich unter, für die meisten verschlechtert sich die Raumsituation jedoch spürbar.
Die Fachschaft 03 erhält ein kleines 16qm Büro und einen 30qm Raum in Form einer Teeküche. Bisher hatte sie ebenfalls ein Büro und ein Raum im Turm, letzterer war jedoch deutlich größer. Zudem wurde ursprünglich von einem 40qm-Raum für die Fachschaft gesprochen, den diese nun nicht mehr erhalten soll, da dies der beste des Fachbereichs sei (ja, tatsächliche Erklärung). Auch dieser war bereits deutlich kleiner als der aktuelle. Die Verkleinerung klärte sich zudem erst während des Jour fixe auf.
Die Fachschaft 04 erhält ein 24qm-Büro. Zum Plenieren soll sie sich den Fachbereichsratsraum mieten. Zurzeit hat sie ein Büro und zu der Fachschaft 04 gehört offiziell der Raum des TuCas, also ein äußerst großer Raum.
Die Fachschaft Humangeographie erhält ebenfalls eine Teeküche. Zuvor teilte sie sich den Fachschafts-Raum mit der Geographie, mit dem sie bis dahin auch gemeinsam an einem Campus saß und zu einem Fachschaftsrat zusammen gefasst ist.
Die Fachschaft Psychologie erhält ein 15qm Büro – also ein Büro, das arbeitsrechtlich von einer Person genutzt werden darf. Bis Mitte Dezember, also wenige Monate vor dem Umzug, wurde ihr zusätzlich zum Büro ein 40qm-Raum versprochen. Dieser wurde ihr nun jedoch wieder abgenommen. Zum Plena-Halten soll auch die Fachschaft Psychologie den Fachbereichsratsraum buchen, zu bestimmten, verfügbaren Zeiten. Nämlich 2 Stunden am Mittwoch und zu „Randzeiten“.

Die Räume der Fachschaften dienen unterschiedlichen Zwecken. Neben den meist wöchentlichen Treffen der Fachschaft so wie deren sonstiger Nutzung zu Sondertreffen oder Fachschaftsarbeit, werden die Räume vielfältig gebraucht. So finden hier beispielsweise Autonome Tutorien statt. Auch andere Arbeitskreise oder Gruppen treffen sich hier, beispielsweise auch die flur_funk-Redaktion. Auch studentische Angebote wie Beratungen oder studentische Lehraufträge finden Platz. Der Fachschaftsraum 03 dient darüber hinaus noch als Getränkelager für das TuCa. Dabei sollte auch bedacht, dass bisher für solche Zwecke auch die anderen Räume des Turms wie das TuCa oder das Frauencafé genutzt wurden, die nach aktueller Planung jedoch wegfallen sollen, was die Situation nochmals verschlimmert. Gerade wenn Fachschaften keinen eigenen Raum haben, in dem sie sich für die Fachschaftstreffen versammeln können, ist die Situation untragbar. Die Fachschaften sind häufig aus vielen Studierenden zusammen gesetzt und auch Gäste kommen regelmäßig, dies alles braucht Platz. Die Buchung von Räumen ist hierbei keine Abhilfe: Fachschaften benötigen eigene Räume, über welche sie selbst verfüge können. Sie müssen sowohl spontane als auch regelmäßige Treffen halten können (findet mal mit 10-20 Menschen einen Termin – und dann noch eine dem restlichen Fachbereich passende Buchungszeit). Die Raumbuchung ist mit hohem Organisationsaufwand bei eh schon ehrenamtlich-unbezahlter Arbeit verbunden. Außerdem ist die Gefahr, dass die Rauminteressen der Fachschaft auf Randzeiten gedrängt werden groß. Gerade auch für Angebote wie Autonome Tutorien ist zusätzlich nicht glaubhaft, dass diese in der eh schon angespannten Raumsituation und bei der angedrohte erhöhten zeitlichen Raumauslastung (von montagsfrüh bis freitagsspät und vielleicht samstags) zu annehmbaren Zeiten Räume erhalten.

  1. PEG steht für Psychologie-Erziehungswissenschaften-Gesellschaftswissenschaften, es handelt sich um das schon stehende Gebäude, das nun im SoSe 2013 statt Turm, Flat und Jügelhaus bezogen wird [zurück]

Stellungnahme der Fachschaftenkonferenz zum Fachschaftsraum der Fachschaft Psychologie

Stellungnahme der Fachschaftenkonferenz zum Fachschaftsraum der Fachschaft Psychologie vom 14. Januar 2013
Im Februar 2013 wird das Institut für Psychologie auf den Campus Westend in ein gemeinsames Gebäude mit den Fachbereichen 03, 04 und 11 umziehen. Bereits vor etwa drei Jahren wurde der Raumbedarf für dieses Gebäude innerhalb der Fachbereiche abgefragt und der Fachschaft Psychologie daraufhin ein Büro (15 m²) für Verwaltungsarbeiten sowie einen Raum zur Nutzung als Fachschaftsraum (41m²) zugesichert. 
Diese Vergrößerung ist dringend notwendig, da der derzeitige Fachschaftsraum, das „Café Yavis“, mit seinen etwa 25 m² für die dort stattfindenden Fachschaftssitzungen und autonomen Tutorien zu klein ist. 

Bis diesen Dezember, drei Monate vor dem Umzug auf den neuen Campus, ging die Fachschaft Psychologie von diesen ihnen zugesicherten Räumlichkeiten aus, zumal sie auf den ihr vorliegenden Raumplänen explizit als Fachschaftsräume ausgeschrieben sind. 
Erst im Dezember erfuhr sie, dass die Professorinnen und Professoren ohne Beteiligung der Studierenden beschlossen haben, den größeren der beiden Räume zu einem Seminarraum umzufunktionieren. Für Fachschaftssitzungen soll stattdessen mittwochs von 12 bis 14 Uhr ein Besprechungsraum reserviert werden, für autonome Tutorien soll es zu „Randzeiten“ die Möglichkeit geben, Seminarräume zu belegen.

Nicht nur ist diese Entscheidung absolut intransparent und ohne Beteiligung der Studierenden getroffen worden; es ist auch nicht akzeptabel, keinen festen Raum für studentische Veranstaltungen zu haben. Derzeit finden pro Semester wöchentlich acht autonome Tutorien, sowie Sitzungen der Fachschaft, des AK kritische Psychologie und weitere Initativen und Arbeitsgruppen im Café Yavis statt. Die Möglichkeit, auch spontane Treffen dieser Gruppierungen abzuhalten, ist für ihre aktive Arbeit unerlässlich und darf nicht durch Platzmangel unmöglich gemacht werden. Studentischer Raum muss wesentlicher Bestandteil der Universität sein. Der Fachschaft als demokratisches Gremium und Zusammenschluss aller Psychologiestudierenden darf nicht nur ein Ein-Personen-Büro zur Verfügung gestellt werden. Ihr Raum muss, anders als die als „Teeküchen“ vorgesehenen Räume, unbedingt eine Tür haben, um dort Fachschaftsarbeit zu leisten. 

Wir fordern Sie auf, das generelle Raumproblem am neuen Campus nicht zu Lasten der Studierenden zu „lösen“, sondern die ursprünglichen Zusagen beizubehalten und der Fachschaft Psychologie wie geplant einen ausreichend großen Raum zur Verfügung zu stellen!

Die Fachschaftenkonferenz

Über diesen Blog

In der vorlesungsfreien Zeit im März 2013 beginnt der Umzug des Campus Bockenheim zum IG-Farben-Campus. Durch den Umzug der Fachbereiche 03 und 04 sowie teilweise 05 (Psychologie) und 11 (Humangeographie) ergeben sich schwerwiegende Probleme.

Die Studierenden werden über die Veränderungen kaum oder falsch informiert. Es ist bis jetzt noch nicht mal bekannt, bis wann der Umzug abgeschlossen sein wird. Dies führt zu einer großen Verunsicherung. Auch studentische Gruppen, wie Fachschaften, die Frauenräte oder das TuCa-Plenum erfahren kaum etwas.

Forderungen und Anfragen werden selten berücksichtigt. Mit diesem Blog wollen wir die uns bekannten Informationen für alle Betroffenen öffentlich machen und die Missstände anprangern, die sich mit dem Umzug ergeben.

Ab Sommersemester 2013 sollen die Gebäude AfE-Turm, das flat vor dem Turm und das Jügelhaus (ohne Hörsaalgebäude) sowie weitere kleine Gebäude auf dem Bockenheimer Gelände für den universitären Betrieb aufgegeben werden. Der vorgesehene Ersatz auf dem IG-Farben-Campus ist bisher das PEG-Gebäude (PEG steht für Psychologie, Erziehungswissenschaft, Gesellschaftswissenschaft). Ein Seminargebäude ist geplant. Es soll 2015 fertig gestellt werden. Damit entsteht eine ganze Reihe von Schwierigkeiten:

1. Es gibt weniger Seminarräume. Vor allem größere Räume fehlen. Dass die neuen Gebäude so gestaltet wurden, ist vollkommen unverständlich. Die Raumsituation ist bereits bisher untragbar.

2. Bis der Umzug vollständig abgeschlossen ist, wird es vermehrt notwendig sein, zwischen den Campi hin und her zu pendeln. Die Buslinien sind allerdings längst überfüllt.

3. Die angebliche Caféteria im PEG-Gebäude wird als Mensa zu nutzen sein. Sie ist bedeutend kleiner als die Caféteria im Erdgeschoss des AfE-Turm. Die Mensen auf dem IG-Farben-Campus sind jetzt schon mehr als ausgelastet. Darüber hinaus gibt es in der Nähe des neuen Campus keine Möglichkeit etwas außerhalb zu essen.

4. Als Übergangslösung ist die Errichtung einer „Containerburg“ gedacht [1]. In dieser Burg sollen 10-12 Seminarräume für 600-800 Studierende untergebracht werden. Die Container werden im Wintersemester 2013/14 kommen und sind vor allem für die zusätzlichen Studierenden der G8-Jahrgänge gedacht. Die Universitätsleitung rechnet mit zusätzlich 400 weiteren Studierenden für die Fachbereiche 03 und 04. Die bisher bestehende Belastung durch fehlende Räume wird dadurch also nicht abgebaut.

5. Die Größe der neuen Büroräume ist nicht ausreichend. Zum Teil hat in einem Büro ein*e wissenschaftliche Mitarbeiter*in 6 Quadratmeter Arbeitsfläche. Das Arbeitsrecht verlangt mindestens 8 Quadratmeter.

6. Zahlreiche selbstverwaltete Räume haben bisher keinen Platz auf dem neuen Campus. Darunter fallen der Frauenraum, der Eltern-Kind-Raum und das TuCa. Den Fachschaften wurden zwar Räume zugeteilt, allerdings sind diese meist viel kleiner als die bisherigen Räumlichkeiten.

7. Es gibt auf dem IG-Farben-Campus neue Kontrollmechanismen. Dies sind zum einen elektronische Schließsysteme, viele Türen können nur mit der Goethe-Card geöffnet werden. Es kann nachvollzogen werden, wer wann welche Tür geöffnet hat. Sollten die Wände bemalt werden, haben die Fachbereiche die Kosten zu tragen und diese sofort (!) zu entfernen. Schon jetzt gibt es vermehrt Sicherheitspersonal und Überwachungskameras auf dem IG-Farben-Campus. Diese Sicherheitspolitik führte in der Vergangenheit schon zu Absurditäten.

[1] Das Universitätspräsidium lehnt die Bezeichnung „Container“ ab. Stattdessen wird wechselweise von „Pavillons“ oder „Modulbausätzen“ geredet.