Forderungen der Turm-Vollversammlung zum Umzug

Am Mittwoch den 21.11.2012 fand die wahrscheinlich letzte Vollversammlung im Turm statt. Neben aktuellen Problemen wie der Unterfinanzierung der Fachbereiche und den generellen Studienbedingungen, ginge es vor allem um den Umzug an den IG-Farben-Campus.
Über 500 Studierende und Mitarbeiter*innen kamen zusammen. Anschießend wurden die Themen in unterschiedlichen Workshops vertieft und gemeinsame Forderungen verabschiedet.

Eine PM des AStAs zur VV sowie Redebeiträge findet ihr hier. Weitere Fotos von dem Tag könnt ihr euch hier ansehen.

Dies sind die auf der Vollversammlung verabschiedeten Forderungen:

Umzug:

• Erhalt des AfE-Turms und FLATs bis zur Schaffung einer adäquaten Studiensituation der Fachbereiche 03 und 04 – kein Umzug, bevor nicht alle Studierenden und Dozent_innen angemessen untergebracht sind (keine Übergangslösungen wie Container o.ä.)
• Eigene Arbeitsräume für Hilfswissenschaftler_innen und studentische Hilfskräfte am IG-Farben-Campus
• Mehr Seminare(-räume) und nicht größere Räume und Revidierung der Fehlplanung im neuen Seminargebäude – Anpassung an die tatsächlichen Verhältnisse und Verringerung der Veranstaltungsgrößen
• Erhalt einer gesonderten Buslinie für den Pendelverkehr in der Übergangszeit bis zum Umzug in eine angemessene Studiensituation
• Ausbau der Mensa-Verpflegung am IG-Farben-Campus, die dem Anspruch der mehr als zusätzlich 6.000 Studierenden der Fachbereiche 03 und 04 angemessen ist
• Zentraler Bau des neuen Studierendenhauses, keine weiteren Verzögerungen!
• Erhalt und Förderung studentischer Initiativen wie dem TuCa, dem Eltern-Kind-Raum und dem Frauencafè und Schaffung neuer Räume
• Verbesserung der Infrastruktur im neuen Seminargebäude (Beamer, Technik, Raumausstattung)
• Mehr Freiräume und Selbstverwaltung, Rückzugs- und Lernorte am IG-Farben-Campus – Solidarität mit IvI und TuCa
• Höhere Transparenz beim Thema Umzug der Turm-Fachbereiche und der Konsequenzen (Unklarheiten, Wegrationalisierung von Strukturen, Raumproblem, Mangel an Infrastruktur)
• Keine Zugangssperren und -einschränkungen für studentische Räume, Seminarräume und Flure in den neuen Gebäuden
• ‘Sturm und Drang’ als Fremdanbieter ist nicht zu akzeptieren, denn private Unternehmen haben auf dem Campus nichts verloren. Wir schlagen vor: Der Raum kann von studentischen Café-Initiativen genutzt werden – das TuCa hätte sicher Interesse

Finanzierung/Gelderverteilung/Verwaltung:

• Professur für Kritische Theorie (verwaltet durch Studierende!)
• Erhöhung der pro-Kopf-Betreuung/des Betreuungsschlüssels, insbesondere in den Fachbereichen 03 und 04
• Abschaffung von LSF, dem Prioritätensystem und anderen Mangelverwaltungsinstrumenten – die Studierenden wählen ihre Seminare frei!
• Weg von der Orientierung an Drittmitteleinnahmen der Fachbereiche
• Umstellung der universitären Kapazitäten auf die neuen G8-Jahrgänge
• Gleichberechtigte Umverteilung der Gelder unter den Fachbereichen, weg von der Orientierung an Drittmittelvergabe der Fachbereiche

Weiteres:

• Ausstieg aus dem CHE-Ranking
• Eine Ausnahme der Regelung des Jahressteuergesetz 2013 für Caféteriabetriebe und Mensen – günstigere Preise bei den Gerichten und Getränken
• QSL-Mittel für die Verbesserung der Lehre, Studien- und Betreuungssituation einsetzen, keine weiteren „Ausnahmeregelungen“ zu Ungunsten der Studierendenschaft